Mein Leben begann am 30. März 1935 im kleinen Dorf Dechendorf bei Schwabach. Dort lebte meine Mutter mit ihren Geschwistern Tina, Hans und Michael in einem kleinen Bauernhof auf einer Anhöhe im Zentrum des Dorfes.
Der Vater meiner Mutter, Josef List, war Landwirt und nebenbei noch beim Forstamt in Schwabach als sogenannter Forsthelfer beschäftigt.
Ihre Mutter, Margarete List, bearbeitete den etwa 18 Hektar großen Bauernhof.
Im Stall standen immer drei Kühe und zwei Schweine, in der Scheune waren Hühner, Gänse und Enten untergebracht.
Dechendorf war ein kleines, idyllisches von Wald und Wiesen umgebenes Dorf mit etwa 18 Häusern und knapp 100 Einwohnern.
Die Menschen dort lebten alle von der Land- oder Forstwirtschaft. Schwierigkeiten machten ihnen vor allem die ertragsarmen Sandböden rund um das Dorf.
Einige im Dorf bauten auch Tabak an, es war der legendäre „Schwabach Land“.
Die meisten von ihnen brauchten zum Überleben noch einen Nebenerwerb und arbeiteten deshalb in der neun Kilometer entfernten Stadt Schwabach.
Mein Vater, Konrad Holz, stammte aus dem Altdorfer Ortsteil Rasch und war in Altdorf bei der damaligen Reichspost in verschiedenen Bereichen beschäftigt.
Als Zusteller wurde er 1934 für einige Zeit an das Postamt Schwabach abgeordnet.
In Ausübung seines Dienstes als Landzusteller lernte er damals meine Mutter Anna Elisabeth List kennen, und bald danach war ich unterwegs.
Im Hause meiner Großeltern Josef und Margarete List erblickte ich dann am 30. März 1935 das Licht der Welt.

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